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Forum „Menschen bewegen“ 2016

发布日期:2016-05-26  浏览数:4492  信息来源:
 

Vom 13. bis 15. April 2016 war eine Delegation der Shanghaier Fremdsprachenschule in Berlin am Forum „Menschen bewegen“ beteiligt, zu dem das Auswärtige Amt mehr als 300 Schuldirektoren, Lehrer und Schüler von 50 PASCH-Schulen aus 30 Ländern weltweit eingeladen hatte. Zu der Delegation gehörten drei Schülerinnen und Schüler - Wang Yiqi, Luo Huiwen und Huang Tianyi - , die im folgenden Artikel von ihren Eindrücken berichten.

"Relativ mild war das Aprilwetter, als wir in der deutschen Hauptstadt ankamen. Kein Regen und auch kein heftiger Wind. Erleichtert machten wir unsere Taschen zu, in die wir dicke Mäntel eingepackt hatten, und fuhren mit dem Shuttlebus zum Hostel, wo es in der Lobby sogar ein bisschen zu warm wurde, da sich dort schon Dutzende von jungen Leuten sammelten und das Champions-League-Viertelfinale zwischen Manchester City und Paris SG anschauten. Fußball verbindet Menschen, fiel uns auf den ersten Blick ein. In den nächsten Tagen würden wir aber selbst erfahren, dass Menschen durch vielerlei andere Gelegenheiten verbunden werden, und dann durch diese Verbindungen noch tiefgreifender und nachhaltiger bewegt werden können.

Eine Stadt der Integration

Das Forum Menschen bewegen“ zog mehr als 300 Schüler nach Berlin, die Deutsch lernen und sich für die deutsche Kultur interessieren. Es war eine Mischung von verschiedenen Sprachen, Kulturen und Denkweisen, so wie Berlin, die Stadt mit 3,4 Millionen Einwohnern, von denen 35% einen Migrationshintergrund haben.

Nach einer Stadrundfahrt kamen wir im Auswärtigen Amt an. Hier fand das Fotoprojekt „Forty out of one million“ um das Engagement für die vom Syrienkonflikt betroffenen Menschen in der Region statt. Das Projekt handelte von 40 Jungen, Mädchen, Frauen und Männern, die Körperteile bei dem Krieg verloren hatten. Selten sah man ein glückliches Lächeln im Gesicht eines Fünfährigen, stattdessen einen schwer zu deutenden Blick in die Ferne, leer und ausdruckslos. Doch diese Menschen können sich tragischerweise eigentlich schon glücklich schätzen, weil bereits Hunderttausende in Syrien ums Leben gekommen sind.

Uns wurde dabei klar: Wir waren und sind die wirklichen Glückskinder, weil wir niemals echten Hunger und Kälte fühlen, niemals zwischen Leben und Tod wählen mussten. Angesichts der Flüchtlingskrise hat Deutschland mutig die Entscheidung getroffen, allen Überlebenden Asyl zu gewähren.Mehrere Symbole der deutschen Geschichte fanden wir in Berlin, u.a. das Brandenburger Tor und die Berliner Mauer, Symbole der Trennung; der Reichstag, das Zeichen des Rechts, der Demokratie, Freiheit und Einigkeit; das Holocaust-Mahnmal, das Symbol des Strebens nach Frieden; und zu guter Letzt die ganze Stadt, die mit ihrer vorbildlichen Toleranz und Kombination der Vergangenheit und der Zukunft selbst ein einzigartiges Sinnbild der Integration ist.

Wir verstehen uns auf Deutsch

Dank des Forums hatten alle Teilnehmer die Gelegenheit, sich in der wohl  lebendigsten Stadt Deutschlands zu versammeln und auf Deutsch ihre Meinungen zu äußern. Wir plauderten, diskutierten, debattierten und interviewten auf Deutsch. Wir ergriffen jede Chance, diese einzige Sprache zu benutzen, die alle Anwesenden beherrschten. Anlässlich des Treffens von vielfältigen Kulturen erfuhren wir die Welt aus anderen Perspektiven, was uns begeisterte.

In der Langen Nacht der Ideen“ sahen wir im Cinéma Paris einen Film über eine palästinensische Familie in Deutschland, der vom Thema Menschlichkeit handelte. Just gab es unter den Zuschauern einen Schüler aus den Palästinensischen Gebieten, der mit seinen eigenen Erfahrungen dem Regisseur die Frage stellte, ob die humanitäre Filmhandlung auch in der Realität passieren könnte. Alle im Vorführraum gerieten wegen seiner Rede ins Nachdenken.Im Laufe des Forums trafen wir ständig auf andere Ideen von Jugendlichen mit erheblich unterschiedlichen Hintergründen. Dank der deutschen Sprache konnten wir sie gut verstehen, egal ob sie aus entwickelten oder sich entwickelnden, friedlichen oder unruhigen Ländern kamen.

Jeder findet etwas Interessantes

Während des Forums nahmen wir an vielfältigen Veranstaltungen und Workshops teil, beispielsweise die Simulierung einer VN-Vollversammlung, Schattentheater oder die Vorstellungen auf der AKBP-270°-Bühne. Dadurch konnten wir unsere Sprache verbessern, unsere Kenntnisse erweitern, unsere Ideen und Inspirationen austauschen und vor allem verschiedene Kulturen kennen lernen.

Kultur und Bildung als Politik

Es gibt ja etliche Länder, die ihre Sprache und Kultur gerne weltweit popularisieren, aber unserer Meinung nach ist keines davon wie Deutschland, dessen Auswärtiges Amt die Förderung des Deutschlernens zu einer nationalen Aufgabe der Außenpolitik macht. Nur dank der Kultur- und Bildungsangebote der deutschen Regierung wurde es uns ermöglicht, vielfältige Ressourcen beim Deutschunterricht zu genießen sowie an diversen Austauschprogrammen teilzunehmen, durch die unsere Sprachkompetenz erhöht und unser Horizont erweitert werden.

Gleichzeitig sind Veranstaltungen wie das Forum „Menschen bewegen“ wunderbare Plattformen, die Menschen aus aller Welt zusammenbringen. Vielleicht sind wir mit unterschiedlichen Gesichtern, Figuren oderBegabungen in unterschiedlichen Familien, Gegenden und Ländern geboren, und dannunter unterschiedlichen Bedingungen mit unterschiedlicher Bildung aufgewachsen, aber wenn wir uns versammeln und wirklich versuchen, uns gegenseitig zu verstehen, dann akzeptieren und überwinden wir Unterschiede. Wie unterschiedlich wir auch sein mögen, sind wir schließlich alle Menschen, und es gibt keinen Grund, warum wir uns nicht vereinigen können. Wir integrieren und bewegen uns — in Berlin, in Deutschland und hoffentlich auch in der ganzen Welt."

(Quelle: Deutsche Botschaft in China)

 

 


驻德使馆教育处

中国驻德国使馆教育处
Abteilung für Bildungswesen der Botschaft der Volksrepublik China in der Bundesrepublik Deutschland